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Warum mentale Gesundheit in der Perimenopause wichtiger ist, als du denkst

Fotorealistisches Bild eines Bootes auf bewegter See mit Leuchtturm auf einer felsigen Küste im Hintergrund. Zwischen dunkleren Wolken bricht warmes Licht hervor und vermittelt trotz unruhigem Meer Orientierung und Zuversicht.

Manchmal fühlt sich unser Alltag ein bisschen an wie ein Schiff auf ziemlich bewegtem Wasser. Wir steuern, organisieren, halten Kurs und versuchen nebenbei, an alles und möglichst auch noch an alle zu denken.


Während wir morgens vielleicht gerade den Kaffee trinken, läuft im Kopf längst das Tagesprogramm. «Was gibt es heute Abend zu essen?» «Ich muss noch einkaufen.» «Habe ich den Termin eigentlich bestätigt?» «Mia braucht morgen noch dieses Formular.» «Der Kollegin wollte ich auch noch antworten.» Und irgendwo dazwischen taucht vielleicht kurz der Gedanke auf: «Ich müsste heute wirklich einmal etwas früher ins Bett.»


Bis zum Abend ist daraus meistens nichts geworden.


Vielleicht kennst du auch diesen Moment, in dem du dir ganz bewusst sagst: «So. Jetzt setze ich mich fünf Minuten hin und mache einfach gar nichts.»


Du setzt dich aufs Sofa, atmest einmal durch und ungefähr zwei Minuten später fällt dir ein, dass die Waschmaschine fertig ist. «Ach, die Wäsche könnte ich schnell noch aufhängen.» Auf dem Weg dorthin siehst du die Tasse auf dem Tisch. Dann fällt dir ein, dass du noch eine Nachricht beantworten wolltest und eigentlich könntest du auch gleich noch schauen, ob für morgen genug Brot da ist.


Aus den fünf Minuten Pause werden ziemlich schnell fünf neue Aufgaben.


Und irgendwann merken wir gar nicht mehr, dass das vielleicht gar nicht mehr so normal ist, wie es sich für uns anfühlt.


Mentale Gesundheit beginnt viel früher, als wir oft denken


Wenn wir über mentale Gesundheit sprechen, denken wir schnell an grosse Themen. Dabei zeigt sie sich auch mitten in unserem ganz gewöhnlichen Alltag. Zum Beispiel darin, wie gut wir überhaupt noch abschalten können, wie schnell unser Kopf nach einem langen Tag zur Ruhe kommt oder ob wir ständig das Gefühl haben, noch etwas erledigen zu müssen.


Gerade wir Frauen tragen oft unglaublich viele unsichtbare Dinge gleichzeitig im Kopf. Termine, Familie, Arbeit, Haushalt, Geburtstage, Einkäufe, organisatorische Kleinigkeiten und all das, woran jemand denken muss, damit der Alltag rundläuft.


Selbst wenn wir körperlich gerade nichts tun, kann im Kopf Hochbetrieb herrschen.


«Ich sollte noch …»


Dieser Satz ist wahrscheinlich einer der zuverlässigsten Begleiter vieler Frauen.


Und dann kommt die Perimenopause.


Wenn plötzlich alles ein bisschen mehr wird


Die Perimenopause verändert nicht nur unseren Zyklus. Viele Frauen merken irgendwann, dass sie innerlich weniger Puffer haben als früher. Der Schlaf wird vielleicht unruhiger, die Konzentration lässt schneller nach, Gedanken kreisen häufiger und Dinge, die man früher scheinbar locker nebenbei erledigt hat, kosten plötzlich deutlich mehr Energie.


Und weil wir uns selbst meistens schon sehr lange kennen, kann genau das ziemlich irritierend sein.


«Warum bin ich plötzlich so erschöpft?»


«Warum kann ich nicht einfach abschalten?»


«Warum macht mir das alles auf einmal so viel aus?»


Oft versuchen wir dann zuerst, noch besser zu funktionieren. Wir planen genauer, schreiben noch mehr Listen und versuchen irgendwie, wieder die Frau zu werden, die das früher doch auch alles geschafft hat.


Dabei läuft unser Körper inzwischen unter anderen Bedingungen.


Hormone beeinflussen unter anderem Schlaf, Stimmung, Stressverarbeitung und Konzentration. Wenn dann ein ohnehin voller Alltag dazukommt, kann sich das plötzlich anfühlen, als hätte jemand die Lautstärke im eigenen Kopf ein gutes Stück nach oben gedreht.


Wenn Pause machen auf einmal gar nicht mehr so einfach ist


Eigentlich wissen wir natürlich, dass Erholung wichtig wäre. Niemand muss uns erklären, dass fünf Minuten Sitzen guttun können oder dass die Wäsche nicht anfängt zu schimmeln, nur weil sie noch eine Stunde in der Maschine liegt.


Und trotzdem stehen wir auf.


Genau das finde ich spannend.


Denn unser Verhalten entsteht nicht nur aus den Entscheidungen, die wir ganz bewusst treffen. Vieles läuft über Gewohnheiten, innere Überzeugungen und Muster, die wir schon sehr lange mit uns herumtragen.


Vielleicht steckt irgendwo der Satz «Ich darf mich erst hinsetzen, wenn alles erledigt ist.» Vielleicht ist es «Ich möchte niemanden hängen lassen.» Oder «Wenn ich es selber mache, geht es schneller.» Und manchmal ist es ganz schlicht dieses diffuse Gefühl, dass Nichtstun irgendwie falsch ist.


Der Kopf weiss längst, dass eine Pause guttun würde. Das innere System zieht trotzdem weiter.


Was Hypnose damit zu tun hat


Genau an diesem Punkt wird Hypnose für mich besonders interessant.


Denn manchmal wissen wir auf der bewussten Ebene längst, was uns guttun würde. Wir haben Bücher gelesen, Podcasts gehört, Atemübungen gespeichert und wahrscheinlich schon mehr als einmal beschlossen: «Ab jetzt achte ich besser auf mich.»


Und trotzdem landen wir ein paar Tage später wieder im gleichen Muster.


Das hat einen einfachen Grund: Wissen allein verändert nicht automatisch das, was in uns seit Jahren eingeübt ist.


In der Hypnose können wir genau dort hinschauen. Welche inneren Überzeugungen laufen im Hintergrund? Was sorgt dafür, dass Ruhe sich vielleicht gar nicht wirklich ruhig anfühlt? Woher kommt dieser innere Druck, immer noch etwas erledigen zu müssen? Und was passiert eigentlich in uns, wenn wir bewusst einmal nichts tun?


Ich erlebe in meiner Arbeit immer wieder Frauen, die anfangs sagen: «Ich kann einfach nicht abschalten.» Im Laufe der gemeinsamen Arbeit zeigt sich dann häufig, dass hinter diesem Satz viel mehr steckt als ein voller Terminkalender. Da sind alte Gewohnheiten, Verantwortungsgefühl, Erwartungen an sich selbst oder ein Nervensystem, das sich an ein dauerhaft hohes Tempo gewöhnt hat.


Gerade in der Perimenopause können solche Muster deutlicher spürbar werden, weil unser System weniger bereit ist, einfach alles klaglos mitzutragen.


Vielleicht ist genau das aber auch eine Chance, einmal genauer hinzuhören.


Was läuft eigentlich den ganzen Tag in deinem Kopf?


Du kannst das einmal ganz einfach ausprobieren.


Setz dich für fünf Minuten hin. Ohne Handy, ohne Musik, ohne nebenbei noch schnell etwas zu erledigen.


Und dann hör einfach zu, was dein Kopf daraus macht.


Vielleicht kommt nach wenigen Sekunden: «Ich könnte eigentlich noch die Küche aufräumen.»


Kurz danach: «Die Mail habe ich auch noch nicht beantwortet.»


Dann vielleicht: «Ach stimmt, morgen muss ich noch …»


Spannend wird es an dem Punkt, an dem du bemerkst, dass du aufstehen möchtest.

Bleib noch einen Moment sitzen.


Einfach nur, um zu beobachten, wie schnell dein System versucht, dich wieder ins Tun zu bringen.


Oft merken wir erst in solchen kleinen Momenten, wie viel in uns permanent weiterläuft.


Und vielleicht braucht es manchmal gar keinen besseren Kalender, keine neue Morgenroutine und keine noch ausgeklügeltere To do Liste. Vielleicht braucht es zuerst ein Verständnis dafür, warum wir überhaupt so schwer aus diesem inneren Dauerbetrieb herauskommen.


Die Perimenopause kann ziemlich gnadenlos sichtbar machen, wo unsere bisherigen Strategien nicht mehr so gut funktionieren wie früher. Gleichzeitig kann genau darin etwas Wertvolles liegen. Wir dürfen beginnen, uns selbst noch einmal neu kennenzulernen und herauszufinden, was heute zu uns passt.


Mentale Gesundheit bedeutet für mich deshalb auch, die eigenen Signale früher wahrzunehmen und nicht erst dann hinzuschauen, wenn gar nichts mehr geht.


Und manchmal beginnt das erstaunlich unspektakulär.


Mit fünf Minuten auf dem Sofa.


Während die Waschmaschine einfach noch ein bisschen weiter auf ihre Aufmerksamkeit wartet.


Wenn du beim Lesen an mehreren Stellen gedacht hast «Ja, genau so läuft es bei mir», dann schau dich gerne noch ein wenig auf meiner Seite um. Dort findest du weitere Impulse rund um Perimenopause, Nervensystem, Hypnose und die Frage, wie wir wieder mehr Ruhe in dieses ziemlich volle innere System bekommen können.


Und wenn du dazu eine persönliche Frage hast, darfst du mir natürlich auch schreiben.



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